Landeanflug auf Marrakesch Blick auf die Olivenplantagen

Ankunft in Marrakesch: Die besten Insider-Tipps für entspanntes Ankommen

Hier erfah­ren Sie alles Wich­ti­ge zu Ihrer Ankunft in Mar­ra­kesch. Die Anrei­se von Euro­pa ist unkom­pli­ziert, aber mit ein paar Insi­der-Tipps kön­nen Sie die Rei­se ent­spann­ter antre­ten. Gera­de wenn Sie am spä­ten Abend ankom­men und eigent­lich nur noch ins Hotel möch­ten, ist es beru­hi­gend, wenn man weiß, was Einen erwartet.

Knapp 4 Stun­den Flug von Deutsch­land und schon ist man in Mar­ra­kesch, der roten Stadt. Woher die­ser Name kommt, lässt sich beim Lan­de­an­flug unschwer erken­nen. Alle Schat­tie­run­gen von erd­far­be­nen Rot­tö­nen bestim­men das Bild, gespickt von gele­gent­li­chen Oli­ven­hai­nen. Dann aber kommt der Flug­ha­fen in Sicht, die Ankunft in Mar­ra­kesch rückt näher und die Vor­freu­de auf die nächs­ten Tage nimmt kon­kre­te For­men an.

Einer der schönsten Terminals der Welt

Der 2014 neu eröff­ne­te Ter­mi­nal des inter­na­tio­na­len Flug­ha­fens mit dem wohl­klin­gen­den Namen Mar­ra­k­ech-Mén­a­ra (Abkür­zung RAK) zählt unter Insi­dern zu den schöns­ten der Welt. Hier wer­den bis zu 5 Mil­lio­nen Pas­sa­gie­re jähr­lich abge­fer­tigt. Bevor man aller­dings die gelun­ge­ne Ver­bin­dung von moder­ner, luf­ti­ger Archi­tek­tur und tra­di­tio­nel­len ara­bi­schen Ele­men­ten des Air­ports bewun­dern kann, ist meist ein kur­zer Fuß­marsch über das Roll­feld angesagt.

Ankunft in Marrakesch: Flughafen Marrakech-Menara
Ankunft in Mar­ra­kesch: Flug­ha­fen Mar­ra­k­ech-Men­a­ra, einer der schöns­ten Flug­hä­fen der Welt

Schon beim Aus­stei­gen riecht man es: Mar­ra­kesch, so fremd, so wür­zig, so anders. Auch meist so viel wär­mer als bei uns. Ist man in Deutsch­land im Win­ter früh­mor­gens in den Flie­ger gestie­gen, so möch­te man jetzt schnell die dicke Win­ter­ja­cke los­wer­den. Wenn man Glück hat, hat es 20 Grad mehr als in Deutschland.

Landeanflug auf den Flughafen Marrakech mit Easyjet
Blick auf den inter­na­tio­na­len Flug­ha­fen von Marrakech

Die Passkontrolle

Beim Aus­stei­gen ist kein Trö­deln ange­sagt: Durch den Ter­mi­nal geht es erst trepp­auf, dann trepp­ab und dann heißt es Anste­hen: die Pass­kon­trol­le ist bei Ihrer Ankunft in Mar­ra­kesch die ers­te Hür­de. Wich­tig: Die Ein­rei­se nach Marok­ko ist nur mit einem gül­ti­gen Rei­se­pass gestat­tet, ein Per­so­nal­aus­weis wird nicht akzep­tiert. Die aktu­el­len Ein­rei­se­be­din­gun­gen fin­det man auf der Web­sei­te des Aus­wär­ti­gen Amtes.

Bis Ende 2019 muss­te noch ein Ein­rei­se­do­ku­ment aus­ge­füllt wer­den, aber auch hier hält die Digi­ta­li­sie­rung Ein­zug und so ist das umständ­li­che Pro­ze­de­re etwas ent­schärft. Aller­dings kann es trotz­dem vor­kom­men, dass man eine Stun­de anste­hen darf, bis man end­lich die not­wen­di­gen Stem­pel im Pass hat. Wenn es schnell geht, ist das Gan­ze in fünf Minu­ten erledigt. 

Bit­te beach­ten Sie: jeder Rei­sen­de muss ein­zeln an die Pass­kon­trol­le tre­ten. Fami­li­en soll­ten sich auf­tei­len und Kin­der ab 16 möch­ten die Zöll­ner auch allei­ne an der Kon­trol­le sehen. Daher hal­ten wir es immer so, dass wir unse­re Kin­der im Teen­ager-Alter als Ers­tes zur Pass­kon­trol­le schi­cken, damit wir noch bei ihnen sind, falls Fra­gen auf­tau­chen. Falls man schon vor dem Kind durch die Ein­rei­se durch ist, wird man vom Sicher­heits­per­so­nal manch­mal gebe­ten, den Bereich zu ver­las­sen und das möch­te man natür­lich nicht, wenn die Kin­der noch nicht offi­zi­ell ein­ge­reist sind. Die Pass­kon­trol­le dau­ert recht lan­ge, was übri­gens nicht an den marok­ka­ni­schen Zöll­nern, son­dern am lang­sa­men Com­pu­ter­sys­tem liegt. 

Danach bit­te den Pass noch nicht weg­pa­cken — beim Aus­gang der Pass­kon­trol­le wird noch ein­mal kon­trol­liert, dass jeder Pass auch tat­säch­lich einen Stem­pel enthält.

Weiter zur Gepäckausgabe

Wer die Pass­kon­trol­le in weni­gen Minu­ten hin­ter sich gebracht hat, darf jetzt auf die Kof­fer war­ten. Gut für die­je­ni­gen, die nur Hand­ge­päck haben. Wer auf Gepäck war­tet, kann damit rech­nen, dass es von Aus­stieg aus dem Flug­zeug bis zur Aus­ga­be der ers­ten Kof­fer min­des­tens eine hal­be Stun­de geht, eher län­ger. Also Zeit, sich um Ande­res zu küm­mern: in die­sem Bereich des Ter­mi­nals befin­den sich aus­ser der Gepäck­aus­ga­be auch (sau­be­re!) Toi­let­ten, Tele­fon­kar­ten­an­bie­ter und Wechselstuben.

Marrakesch Flughafen Ankunftshalle und Gepäckausgabe
Ein unge­wohn­ter Anblick aus Coro­na-Zei­ten: die fast lee­re Gepäckausgabehalle

Eine gute Idee: eine marokkanische Telefonkarte erwerben

Wer auch aus­ser­halb des Hotels Inter­net­emp­fang haben möch­te, kann hier eine SIM-Kar­te einer marok­ka­ni­schen Tele­fon­ge­sell­schaft erwer­ben. Marok­ko ist übri­gens sehr viel bes­ser als Deutsch­land mit flä­chen­de­cken­dem LTE-Netz ver­sorgt. Sie kön­nen davon aus­ge­hen, dass Sie sogar mit­ten in den Sand­dü­nen des Erg Chebbi her­vor­ra­gen­den Emp­fang haben. Da man sich in Mar­ra­kesch schnell mal ver­läuft, kann ich nur jedem raten, eine sol­che Kar­te zu kau­fen. Damit ist man dann zwar nicht mehr per Anruf unter sei­ner deut­schen Tele­fon­num­mer erreich­bar, aber per Mes­sen­ger-Dienst schon.

Die Mit­ar­bei­ter der Tele­fon­ge­sell­schaf­ten instal­lie­ren die Kar­te auch gleich und schon ist man online. Nor­ma­ler­wei­se kos­ten die Kar­ten 10 Euro für aus­rei­chend Giga­byte für eine Woche Urlaub und meist kön­nen Sie auch in Euro bezah­len, denn die Marok­ka­ner sind geschäfts­tüch­ti­ge Leute.

Keine gute Idee: Geld am Flughafen wechseln

Die marok­ka­ni­sche Wäh­rung heißt Dir­ham (MAD) und ist kei­ne frei kon­ver­ti­ble Wäh­rung. Dass heißt, dass Sie außer­halb Marok­kos kei­ne Dir­hams bei einer Bank ein­tau­schen kön­nen. Sie müs­sen sich bei Ihrer Ankunft in Mar­ra­kesch dar­um küm­mern, dass Sie Dir­hams tau­schen kön­nen. Bei Ihrer Abrei­se müs­sen Sie die noch vor­han­de­nen Rest­be­trä­ge wie­der zurück tau­schen, denn Dir­hams dür­fen nicht aus­ge­führt werden. 

Ankunft am Flughafen Marrakesch - Geldwechsel

Bei den Wech­sel­stu­ben am Flug­ha­fen möch­te ich aller­dings zur Vor­sicht raten. Die Kur­se sind für den Rei­sen­den eher ungüns­tig und in der Stadt gibt es sowohl Wech­sel­stu­ben mit güns­ti­ge­ren Kur­sen als auch Geld­au­to­ma­ten, bei denen Sie über die Kre­dit­kar­te Geld abhe­ben können.

Falls Sie doch gleich am Flug­ha­fen Geld wech­seln möch­ten, las­sen Sie sich auf kei­nen Fall eine Kar­te, auf die ihr Gut­ha­ben auf­ge­la­den wird, aus­hän­di­gen. Die­se Kar­ten kos­ten zum Einen eine Grund­ge­bühr, zum Ande­ren kön­nen Sie damit nur in gro­ßen Restau­rants oder Hotels bezah­len, aber nicht bei den klei­nen Händ­lern im Souk. Aus­ser­dem haben Sie kei­nen Über­blick, wie­viel Geld noch auf der Kar­te ist. Und falls am Ende des Auf­ent­hal­tes doch noch Gut­ha­ben auf der Kar­te sein soll­te, kos­tet die Rück­erstat­tung auch noch mal eine Gebühr.

Wenn Sie Geld für Taxi oder Bus brau­chen, wech­seln Sie nur eine gerin­ge Men­ge und stel­len sicher, dass Sie auch klei­ne Bank­no­ten erhal­ten. Der Taxi­fah­rer wird sicher­lich nicht auf gro­ße Beträ­ge her­aus­ge­ben kön­nen. Es ist üblich, den Taxi­fah­rer pas­send zu bezah­len und kein Rück­geld zu erwar­ten. Die Tou­ris­ten­ta­xis neh­men manch­mal auch Euro an, das soll­ten Sie aber vor Fahrt­an­tritt klären.

Wenn Sie bei uns im Riad Seloua­ne über­nach­ten, kön­nen Sie in der Wech­sel­stu­be gleich um die Ecke Ihr Geld tau­schen und unser Mana­ger beglei­tet Sie ger­ne, falls Sie Hil­fe benö­ti­gen. Geld­au­to­ma­ten sind eben­falls in kur­zer Ent­fer­nung vorhanden.

Nochmal Kontrolle

Nach­dem Sie ihr Gepäck in Emp­fang genom­men haben, müs­sen Sie ein wei­te­res Mal Anste­hen — auch wenn Sie nur mit Hand­ge­päck rei­sen. Ihr Gepäck wird kon­trol­liert und gescannt und Sie wer­den dar­auf hin­ge­wie­sen, daß Droh­nen im König­reich Marok­ko ohne Geneh­mi­gung nicht ein­ge­führt wer­den dür­fen. Dann kom­men Sie durch die gro­ße Ankunfts­hal­le aus dem Flug­ha­fen­ge­bäu­de her­aus und lan­den in einer gro­ßen Menschenmenge.

Endlich raus aus dem Flughafen

Ankunft in Marrakesch am Flughafen - wo findet man ein Taxi

An die­sem Platz war­ten Fah­rer auf ihre Gäs­te, um sie zu ihren Hotels zu brin­gen, Rei­se­grup­pen wer­den in Emp­fang genom­men und Fami­li­en­an­ge­hö­ri­ge begrü­ßen ihre Ver­wand­ten aus Euro­pa. Es wird geru­fen, gedrän­gelt, gesucht und gefun­den. Es ist nicht leicht, den Über­blick zu behal­ten, aber spä­tes­tens jetzt ist man ange­kom­men im marok­ka­ni­schen Getümmel.

Und wie kommt man jetzt zum Hotel?

Am Ein­fachs­ten ist es, wenn Sie vor­ab einen Trans­fer bei Ihrem Hotel gebucht haben. Gera­de bei Ihrem ers­ten Auf­ent­halt oder wenn Sie Abends ankom­men, erleich­tert ein vor­ab orga­ni­sier­ter Trans­fer ihre Ankunft in Mar­ra­kesch erheb­lich. Ein Trans­fer kos­tet meist um die 15 € für 2 Per­so­nen und erspart Ihnen die Suche nach Ihrer Unter­kunft im Gas­sen­ge­wirr der Medi­na, denn Sie wer­den am Rand der Alt­stadt vom Hotel­per­so­nal in Emp­fang genom­men und zu Ihrer Unter­kunft begleitet.

Flughafengebäude Marrakech-Menara
Die Kak­teen am Flug­ha­fen sind eine schö­ne Ein­stim­mung auf die Tage in Marrakesch

Wenn Sie auf eige­ne Faust anrei­sen wol­len, kön­nen Sie ein Taxi neh­men, die in gro­ßer Anzahl vor dem Flug­ha­fen war­ten. Bit­te erwar­ten Sie vom Fah­rer nicht, dass er das von Ihnen gebuch­te Riad in der Alt­stadt kennt — es gibt Hun­der­te Riads in Mar­ra­kesch und alle sind nur fuß­läu­fig zu errei­chen. Um an einer geeig­ne­ten Stel­le am Rand der Medi­na dem Taxi zu ent­stei­gen, soll­ten Sie wis­sen, in der Nähe wel­cher Sehens­wür­dig­keit sich Ihr Hotel befin­det und die­se dem Taxi­fah­rer als Ziel ange­ben. Meist kön­nen Sie die­se Infor­ma­ti­on vor­ab bei Ihrem Hotel erfragen.

Bei den Taxis gibt es zwei Arten: Tou­ris­ten­ta­xis und Petit Taxis.

Bei einem  Tou­ris­ten­ta­xi, meist ein Van mit genug Platz für 4 Per­so­nen und Gepäck, müs­sen Sie vor­ab den Preis aus­han­deln. Auch hier beläuft sich der Preis auf cir­ca 15 € pro Fahrt. Die Fah­rer sind auf Tou­ris­ten ein­ge­stellt und spre­chen neben Fran­zö­sisch meist noch Englisch.

Bei den Petit Taxis, bei denen es sich um klei­ne Fahr­zeu­ge mit wenig Platz für Gepäck han­delt, wird das Taxa­me­ter ange­stellt. Die­se Taxis wer­den vor allem von den Ein­hei­mi­schen genutzt und es kann durch­aus sein, dass der Fah­rer nur Ara­bisch spricht. Dafür kom­men Sie je nach Ver­kehrs­la­ge für cir­ca 5 € vom Flug­ha­fen in die Alt­stadt und machen ihre Ankunft in Mar­ra­kesch schon in der ers­ten hal­ben Stun­de zum Abenteuer.

Es gibt auch die Mög­lich­keit, mit dem Bus Nr. 19 zur Place Jemaa el Fna zu fah­ren und von dort zum Hotel zu laufen.

Falls Sie eine Rund­rei­se mit einem Miet­wa­gen geplant haben, ist es eine gute Idee, den Miet­wa­gen erst nach Ihrem Auf­ent­halt in der Medi­na anzu­mie­ten, da es so gut wie kei­ne Park­mög­lich­kei­ten gibt. Die Miet­wa­gen­sta­ti­on befin­det sich in direk­ter Nähe zum Flughafen.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen, wie Sie zum Riad Seloua­ne kom­men, erhal­ten Sie unter So fin­den Sie uns.

Einen Trans­fer zu einem ande­ren Hotel kön­nen Sie bequem über GetY­our­Gui­de* buchen.

Der Flug­ha­fen von Mar­ra­kesch liegt nur 6 Kilo­me­ter aus­ser­halb der Stadt. Meist ist man vom Flug­ha­fen aus in etwa einer hal­ben Stun­de im Hotel ange­kom­men und kann bei einem marok­ka­ni­schen Minz­tee end­lich die ers­ten Ein­drü­cke verarbeiten.

Merhaba in Marrakech!

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