Die blaue Villa des Jardin Majorelle in Marrakesch im Morgenlicht: kubistischer Baukörper in Majorelleblau mit gelben Vorhängen im Obergeschoss und türkisfarbenen Arkadenbögen im Erdgeschoss, umgeben von Kakteen, Agaven und Palmen, im Vordergrund ein Wasserbecken mit einem gelben Tontopf

Jardin Majorelle Marrakesch: Tickets, Tipps und Geschichte des berühmtesten Gartens Marokkos

Ein Besuch des bota­ni­schen Gartens Jardin Majo­relle Marra­kesch gehört zum touris­ti­schen Pflicht­pro­gramm.  Egal, wie kurz der Aufent­halt ist, die Garten­an­lage von Yves Saint Laurent ist ein High­light, das man nicht verpas­sen sollte.

Und das mit gutem Grund: das üppige Grün der Pflan­zen und das einzig­ar­tige Blau der Gebäude stehen in faszi­nie­ren­dem Kontrast zum stau­bi­gen Rot der rest­li­chen Stadt.

1923 vom fran­zö­si­schen Maler Jacques Majo­relle ange­legt, hat der Garten sich über 100 Jahre lang seine ganz eigene Magie bewahrt. Der Jardin Majo­relle ist heut­zu­tage die meist­be­suchte Sehens­wür­dig­keit Marok­kos und zählt mit seinen knapp 9000 Quadrat­me­tern zu den schöns­ten Garten­an­la­gen welt­weit. Regel­mä­ßig taucht er in den Top 10 der schöns­ten bota­ni­schen Gärten auf. 

Und das zu Recht: für mich als Archi­tek­tin vereint der Jardin Majo­relle Natur und Archi­tek­tur auf eine gekonnte Art und Weise, die mich immer wieder fasziniert.

Auch Marra­kesch verän­dert sich – und wir halten diesen Beitrag für Sie aktu­ell. Zuletzt über­ar­bei­tet im April 2026.

Profilbild Svenja Keller

Wer hier schreibt:
Svenja Keller ist Archi­tek­tin aus dem Schwarz­wald und betreibt seit 2019 das Riad Selouane in der Medina von Marrakesch.

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Neben den üppi­gen Pflan­zen aus einer Viel­zahl von Konti­nen­ten und den beein­dru­cken­den Kakteen dürfte der Haupt­grund für die Beliebt­heit des Jardin Majo­relle in den blauen Wänden der Villa und der Bassins liegen. 

Das leuch­tende, tiefe Blau wurde von Jacques Majo­relle in Anleh­nung an die blauen Klei­der der Toua­reg eigens entwi­ckelt und trägt heute noch den Namen Majo­relle-Blau

Der Garten, ehemals vor den Toren der Stadt gele­gen, liegt heute in der nord­öst­li­chen Neustadt im Vier­tel Guéliz.

Jardin Majorelle in Marrakesch - blaue Villa hinter Kakteen
Versteckt hinter Kakteen leuch­tet das Blau der Villa

Von der Medina aus ist man in einer knap­pen halben Stunde hier­her gelau­fen oder in weni­gen Minu­ten mit dem Taxi ange­kom­men. Von der Place Jemaa el Fna bietet sich auch eine Fahrt mit der Pfer­de­kut­sche an, die man eben­falls für die Rück­fahrt nutzen kann.

Nach dem Besuch des Jardin Majo­relle Marra­kesch lockt ein Besuch des gegen­über liegen­den Musée Yves-Saint-Laurent. Dort werden in einem moder­nen Gebäude über 50 Klei­der des fran­zö­si­schen Mode­de­si­gners präsen­tiert. Die ausge­stell­ten Stücke werden alle paar Jahre neu kuratiert. 

Wer sich für die moderne Stadt Marra­kesch inter­es­siert, kann anschlie­ßend einen Bummel durch Guéliz unter­neh­men. Das Geschäfts­zen­trum von Marra­kesch entfal­tet sich rund um das moderne Shop­ping Center Carré Eden entlang der Avenue Moham­med V und ist über ruhige Neben­stra­ßen zu Fuß in 25 Minu­ten zu erreichen.

Der Jardin Majo­relle lässt sich auch wunder­bar in ein Tages­pro­gramm in der nörd­li­chen Medina einbet­ten: zuerst der Garten, dann das Musée Yves Saint Laurent nebenan, Mittag­essen in einem der Restau­rants rund um den Garten, und dann zu Fuß zurück durch das Vier­tel Bab Doukkala mit seinen Street­food-Stän­den und dem loka­len Markt — bis man schließ­lich in die Souks eintaucht und zur Medersa Ben Yous­sef gelangt.

Tiefer in die tausend­jäh­rige Kultur­ge­schichte von Marra­kesch eintau­chen kann man mit unse­rem Arti­kel über die 10 besten histo­ri­schen Sehens­wür­dig­kei­ten.

Als Alter­na­tive bieten sich der Jardin Secret in der Medina und der ANIMA Garden von André Heller südlich der Stadt an — beide mit eige­nem Charak­ter, so dass sie einen eige­nen Besuch verdienen.

Jardin Majorelle Tickets: Preise & Online-Buchung 2026

Tickets für den Jardin Majo­relle Marra­kesch sind ausschließ­lich online erhält­lich – an der Kasse vor Ort gibt es keine Eintritts­kar­ten mehr. Wer ohne gülti­ges Ticket ankommt, wird abge­wie­sen. Deshalb: unbe­dingt vor dem Besuch buchen!

Tickets sind direkt unter www.jardinmajorelle.com (fran­zö­sisch oder englisch) oder bequem auf Deutsch über GetYourGuide* erhältlich. 

Wich­tig: Beim Kauf wird eine feste Eintritts­zeit gewählt. Wer zu spät kommt, verliert sein Ticket – ohne Erstattung.

Das Musée Pierre Bergé des arts berbè­res liegt inner­halb des Gartens und ist nur in Kombi­na­tion mit einem Ticket für den Garten buchbar.

Der private Garten der Villa Oasis ist seit 2018 mit dem norma­len Eintritts­ti­cket zugäng­lich, hat aller­dings Mitt­wochs geschlossen.

Für den Garten, das Berber­mu­seum und das Yves-Saint-Laurent-Museum gibt es auch Kombi­ti­ckets*.

Eintrittspreise April 2026:

Jardin Majo­relle:170 Dhs
Jardin Majo­relle + Berber-Museum:230 Dhs
Jardin Majo­relle + Berber-Museum + YSL-Museum:330 Dhs

Dane­ben gibt es Ermäs­si­gun­gen für Grup­pen, Studen­ten und Kinder. Kinder unter zehn Jahren haben freien Eintritt. Haus­tiere sind nicht zugelassen.

Öffnungszeiten im Überblick

ÖffnungSchlie­ßungLetz­ter EinlaßGeschlos­sen
Jardin Majo­relle Garten:08:0018:3018:00-
Pierre Bergé Berber Museum:08:3018:0017:30-
Privat­gar­ten Villa Oasis:08:0017:3017:00Mitt­woch

Die Öffnungs­zei­ten können im Winter, während des Rama­dan und an natio­na­len Feier­ta­gen abweichen. 

Tipp: Achtung bei geführten Touren mit Ticket

Wenn Sie den Garten lieber mit einem Guide erle­ben möch­ten, soll­ten Sie vorher abklä­ren, ob das Ticket in der Tour enthal­ten ist. Leider stellt sich bei vielen Touren erst vor Ort heraus, dass Sie das Ticket selber hätten reser­vie­ren müssen und der Besuch somit nicht möglich ist.

Unser Tipp: Vom Riad Selouane aus erreicht man den Jardin Majo­relle in ca. 20 Minu­ten zu Fuß oder in weni­gen Minu­ten mit dem Taxi – ideal für einen frühen Besuch direkt vor dem Früh­stück auf der Dachterrasse.

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Geschichte: Von Jacques Majorelle zu Yves Saint Laurent

Das Refugium des Malers

Jacques Majo­relle, gebo­ren 1886 in Nancy, war ein fran­zö­si­scher Maler, der schon früh faszi­niert war von Licht, Farben und Formen der nord­afri­ka­ni­schen Welt, die er erst­mals 1910 in Ägyp­ten kennen­lernte und auf zahl­rei­chen Reisen besuchte.

1919 ließ er sich in Marra­kesch nieder und begann kurz darauf mit dem Bau seiner Villa  Bou Saf Saf außer­halb der alten Stadt­mau­ern der Medina. Garten­an­lage und Atelier folg­ten in den nächs­ten Jahren.

1947 schließ­lich öffnete er den Garten erst­mals für Besucher.

Jardin Majorelle in Marrakesch - Sukkulente

Majo­relle lebte bis ein Jahr vor seinem Tod 1962 in Marra­kesch und erschuf in dieser Zeit zahl­rei­che Bilder, die dem Orien­ta­lis­mus zuge­schrie­ben werden. Seine Werke kann man heute in verschie­de­nen Museen in Nancy, seinem Geburts­ort in Frank­reich, besichtigen.

In Marra­kesch hängt übri­gens ein Origi­nal von Majo­relle im wunder­ba­ren Restau­rant La Table du Palais im Riad Lamrani in der Medina. Weitere Origi­nale sind im Musée Yves Saint Laurent zu bewundern.

Der Garten entgeht nur knapp der Vernichtung

1966 kommt Yves Saint Laurent, der große fran­zö­si­sche Mode­de­si­gner, das erste Mal mit seinem Lebens­ge­fähr­ten Pierre Bergé nach Marra­kesch und verliebt sich augen­blick­lich in die Stadt. Auch ihn schlägt das quir­lige Leben, die kraft­vol­len Farben und vor allem das Licht Marok­kos in seinen Bann. Marra­kesch wird für ihn zur Quelle der Inspi­ra­tion und bei seinen Aufent­hal­ten besucht er auch immer den Jardin Majorelle.

Jardin Majorelle in Marrakesch - Kaktusgarten

1980 sind der Garten und die leer­ste­hende, dem Verfall preis­ge­ge­bene Villa von der Zerstö­rung durch Inves­to­ren bedroht. Saint Laurent und Bergé kaufen kurzer­hand das Anwe­sen und retten den Garten damit vor der Vernichtung.

Yves Saint Laurent und seine Liebe zu Marrakesch

Was zu Beginn eher wie krea­tive Ablen­kung anmu­tet, wird für Saint Laurent schnell zum wich­tigs­ten Rück­zugs­ort vor den Anfor­de­run­gen der Mode­bran­che. 2002 zieht sich Yves Saint Laurent aus dem Mode­ge­schäft zurück und verbringt bis zu seinem Tod 2008 viel Zeit in seiner Villa Oasis, die an den Garten angrenzt.

Am Rand des Bambus­hains hinter dem Eingang zum Garten, leicht zu über­se­hen, steht das gemein­same Denk­mal für Yves Saint Laurent und Pierre Bergé: eine römi­sche Säule, die die beiden einst am Strand von Tanger gefun­den und nach Marra­kesch gebracht haben.

Die Säule steht auf einem roten Sockel, in den beide Namen und ihre Lebens­da­ten eingra­viert sind.

yves saint laurent gedenkstein marrakesch

Bereits 1997 grün­det Pierre Bergé die Stif­tung The Majo­relle Trust, die sich bis heute um Erhalt des Gartens und der Villa kümmert. Der Garten ist weiter­hin für die Öffent­lich­keit zugäng­lich und die Stif­tung hat 2017 direkt nebenan das eben­falls sehr sehens­werte Musée Yves Saint Laurent eröff­net. Die Villa Oasis selbst, in deren Garten auch die Asche von Yves Saint Laurent verstreut wurde, kann leider nicht besich­tigt werden.

Jardin Majorelle in Marrakesch - grüner Pavillon

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Architektur und Gartendesign

Die kubistische Villa und das Majorelle-Blau

Was Jacques Majo­relle mit der blauen Villa geschaf­fen hat, ist im Kern ein Expe­ri­ment in ange­wand­ter Farben­lehre — und es funk­tio­niert außer­ge­wöhn­lich gut.

Der Baukör­per selbst ist kubis­tisch: klare Quader, harte Kanten, keine senti­men­ta­len Gesten. Was ihn vor Kälte bewahrt, sind die Art-Déco-Details: Türen mit deko­ra­ti­ven Füllun­gen, eine farb­lich abge­setzte Ziegel­reihe, ein türkis gestri­che­ner hölzer­ner Vorbau — sie brechen den harten Körper auf und geben ihm mensch­li­che Maßstäbe. Die gelben Unter­sei­ten lassen die Villa nach oben hin leich­ter werden, fast schwebend.

jardin majorelle marrakesch pergola
jardin majorelle kubistische architektur

Das Blau braucht dabei den Kontext: Vor dem matten Grün der umge­ben­den Kakteen strahlt es mit einer Inten­si­tät, die in kras­sem Kontrast zum Ocker­ton der rest­li­chen Stadt steht. Der blaue Himmel über Marra­kesch fängt es auf und schließt den Farb­raum nach oben. Was auf den ersten Blick wie eine schlichte Entschei­dung wirkt — eine Farbe, ein Haus — ist bei genaue­rer Betrach­tung ein präzi­ses Zusam­men­spiel aus Kontrast und Resonanz.

Den entschei­den­den Beitrag leis­tet dabei ein Farb­ton, den man leicht über­sieht: das spar­sam einge­setzte Türkis an einzel­nen Bautei­len und Becken. Es bringt eine leichte Disso­nanz ins Schema — und genau das rettet es. Gelb und Blau als reine Primär­far­ben würden brutal wirken; das Türkis als Mischung aus beiden federt diesen Kontrast ab, ohne ihn aufzu­lö­sen. Ein gekonn­ter Einsatz der Farben­lehre, der dem Garten seine charak­te­ris­ti­sche Span­nung gibt.

Der Architekt der blauen Villa

Jacques Majo­relle beauf­tragte 1929 den fran­zö­si­schen Archi­tek­ten Paul Sinoir und holte ihn dafür nach Marra­kesch zurück. Sinoir gehörte zu den Archi­tek­ten, die den Bau von Guéliz, der Neustadt Marra­keschs, mitge­prägt haben, und kannte die Stadt gut. An der École Natio­nale des Beaux-Arts in Paris ausge­bil­det, stand er für eine Gene­ra­tion, die klas­sisch geschult war und sich dennoch der Moderne zuwandte.

jardin majorelle blaue villa detail
Licht und Schat­ten an der blauen Villa

Das Gebäude war von Anfang an als Atelier gedacht: Im Erdge­schoss ein groß­zü­gi­ges Atelier für groß­for­ma­tige Gemälde, im Ober­ge­schoss das Arbeits­stu­dio des Malers. 

Als Yves Saint Laurent und Pierre Bergé die Villa 1980 über­nah­men, ließen sie die Außen­ar­chi­tek­tur unan­ge­tas­tet — ledig­lich das Innere des ehema­li­gen Ateliers wurde von ihrem Freund Bill Willis zu einem Museum umge­stal­tet, das heute die Samm­lung des Pierre Bergé Muse­ums für Berber­kunst beherbergt.

Die Gartengestaltung: von Majorelle bis heute

Den Garten, den man heute betritt, hat Jacques Majo­relle zwar begon­nen — aber er sieht nicht mehr so aus, wie er ihn hinter­las­sen hat. Über mehrere Jahr­zehnte und durch verschie­dene Hände hat er sich grund­le­gend verän­dert, und das nicht zum Schlechten.

Majo­relle pflanzte über vier­zig Jahre lang stra­te­gisch nach Licht- und Wasser­be­darf entlang eines langen Zentral­be­ckens und geschwun­ge­ner Wege. Als Yves Saint Laurent den Garten 1980 kaufte, war er verwil­dert und zählte nur noch 135 Pflanzenarten. 

jardin majorelle oasis garten
jardin majorelle gartenhaus

Yves Saint Laurent ergänzte die farbi­gen Tontöpfe in Zitro­nen­gelb, Himmel­blau und Majo­rel­le­blau entlang der Wege . 

Den Eingangs­be­reich gestal­tete sein Freund Bill Willis um — mit dem ausdrück­li­chen Ziel, den Garten schritt­weise zu enthül­len und sein Geheim­nis zu bewah­ren. Der quadra­ti­sche Eingangs­brun­nen, den Willis als ersten Orien­tie­rungs­punkt plante, ist heute voll­stän­dig zuge­wach­sen und nur noch vom klei­nen Pavil­lon im Bambus­hain aus zu erah­nen. Damit ist der Auftakt, den Willis insze­niert hatte, verschwun­den — und mit ihm der Eindruck, den Garten durch den Haupt­ein­gang zu betre­ten. Was bleibt, ist das Gefühl, durch eine Hinter­tür zu kommen: Man durch­quert den Bambus­hain, passiert den Privat­gar­ten der Villa Oasis, und steht dann unver­mit­telt vor der blauen Villa.

Die eigent­li­che Trans­for­ma­tion kam Ende der 1990er Jahre, als der ameri­ka­ni­sche Land­schafts­ar­chi­tekt Madi­son Cox die Garten­ge­stal­tung über­nahm. Gemein­sam mit dem marok­ka­ni­schen Bota­ni­ker Abder­razak Benchaa­bane verdop­pelte er die Pflan­zen­samm­lung auf über 300 Arten von 5 Konti­nen­ten, brachte Gewächse aus Latein­ame­rika und Ozea­nien, legte auto­ma­ti­sche Bewäs­se­rungs­sys­teme an und ersetzte die Rasen­flä­chen durch eine wüsten­ge­rechte Bepflan­zung. Die Kakteen, die den Garten heute domi­nie­ren, sind zu einem großen Teil das Ergeb­nis dieser Erwei­te­rung — und es sind diese Kakteen, die mitt­ler­weile so kräf­tig gewach­sen sind, dass sie die ursprüng­li­che Garten­struk­tur überlagern.

jardin majorelle palmen

Das Ergeb­nis ist ein Garten, der üppi­ger und dich­ter ist als je zuvor. Wer ihn heute zum ersten Mal sieht, mag das anders empfin­den als jemand, der ihn vor zehn Jahren kannte — aber das Zuwach­sen hat dem Ort etwas gege­ben, das gepflegte Schau­gär­ten selten haben: das Gefühl, dass hier etwas Eige­nes gewach­sen ist, jenseits jeder Kontrolle. 

Bill Willis‘ Idee der schritt­wei­sen Entde­ckung funk­tio­niert dabei durch­aus — der Moment, in dem man um eine Kurve biegt und die blaue Villa plötz­lich vor einem steht, ist tatsäch­lich ein Über­ra­schungs­mo­ment. Was ihn heute schmä­lert, sind nicht die Pflan­zen, sondern die Besu­cher­mas­sen und das Perso­nal, das darauf achtet, dass der Besuch zügig vonstat­ten geht. Wer den Garten so erle­ben will, wie Willis ihn gedacht hat, kommt am besten früh — direkt nach der Öffnung um 8 Uhr, wenn man zur ersten Gruppe Besu­cher des Tages gehört und die Wege noch leer sind.

Die Villa Oasis und der Pavillon von Bill Willis

Die Villa Oasis — Majo­rel­les ursprüng­li­ches mauri­sches Wohn­haus Bou Saf Saf, nicht die blaue Kubis­ten-Villa — ist für Besu­cher nicht zugäng­lich. Umso inter­es­san­ter ist das Einzige, was man vom öffent­li­chen Garten­teil aus voll­stän­dig sehen kann: der Pavil­lon, den Bill Willis am Seero­sen­teich des Oasis­gar­tens entwor­fen hat.

jardin majorelle villa oasis palmenallee
Die Villa Oasis
villa oasis majorelle garten
Seero­sen­be­cken im Garten der Villa Oasis

Willis kam in den 1960er Jahren aus Memphis nach Marra­kesch und wurde zur prägen­den Figur des moder­nen marok­ka­ni­schen Inte­rior­de­signs. Sein Werk in der Villa Oasis — bemalte Zedern­holz­pa­neele, Zellij-Böden, Hufei­sen­bo­gen­öff­nun­gen, Stuck­ar­bei­ten — gilt als eines seiner Haupt­werke und hat Origi­nal­ma­le­reien Jacques Majo­rel­les bewusst inte­griert und erhalten.

pavillon bill willis jardin majorelle
Der Pavil­lon von Bill Willis neben der Villa Oasis

Der Pavil­lon zeigt eine andere Seite seines Könnens: Das Weiß des Pavil­lons ist das einzige seiner Farbe im gesam­ten Garten­en­sem­ble — und genau darin liegt seine Stärke. Es setzt ihn als ruhi­gen Gegen­ak­zent, ohne den Garten zu domi­nie­ren, und schließt über die blauen Gelän­der und das Grün des Dachs die Farb­klam­mer, die der Garten insge­samt aufmacht. Der Blick über den Seero­sen­teich auf den Pavil­lon — mit der Spie­ge­lung im Wasser, den Seero­sen im Vorder­grund, den Palmen dahin­ter — ist einer der schöns­ten Bild­mo­mente des gesam­ten Gelän­des, und einer der weni­gen, an dem man tatsäch­lich inne­hal­ten kann.

Seit 2025 gibt es im Villa-Oasis-Garten einen weite­ren archi­tek­to­ni­schen Akzent: den Pavil­lon Tempo­raire, entwor­fen von der jungen marok­ka­ni­schen Archi­tek­tin Hiba Bensa­lek zum hundert­jäh­ri­gen Jubi­läum des Gartens.

Der Bau über­rascht auf den ersten Blick — rohe Ziegel­stein­wände in warmem Sand­ton, klare ortho­go­nale Geome­trie, ein schma­ler Eingangs­schlitz statt einer konven­tio­nel­len Tür. Im Kontext des farb­in­ten­si­ven, üppig bepflanz­ten Gartens wirkt das zunächst fremd.

jardin majorelle pavillon bensalek

Wer das Konzept kennt, versteht den Ansatz: Die Fonda­tion Jardin Majo­relle bietet jungen marok­ka­ni­schen Archi­tek­ten eine Bühne im Herzen des Gartens — ein Gesprächs­an­ge­bot zwischen zeit­ge­nös­si­scher Archi­tek­tur und histo­ri­schem Bestand. Ab 2026 soll ein natio­na­ler Wett­be­werb diesen Gedan­ken weiter­füh­ren; der nächste Pavil­lon ist für 2027 geplant. 

Fotografieren im Jardin Majorelle: Die besten Spots und Lichtverhältnisse

Der Jardin Majo­relle ist eines der meist­fo­to­gra­fier­ten Motive Marok­kos — und trotz­dem, oder viel­leicht genau deswe­gen, lohnt es sich, neben den nahe­lie­gen­den Moti­ven auch die weni­ger offen­sicht­li­chen Perspek­ti­ven zu suchen.

Der Pavil­lon im Bambus­hain ist der erste und am häufigs­ten über­se­hene Foto­spot. Gleich nach dem Eingang, bevor man die Villa über­haupt zu Gesicht bekommt, liegt recht­erhand im Bambus­hain ein Pavil­lon. Bitte lassen Sie sich nicht von der klei­nen Warte­schlange abschre­cken: von hier hat man einen schö­nen Blick über das Wasser­be­cken auf die Blaue Villa.

Im Privat­gar­ten der Villa Oasis lohnt sich das Wasser­be­cken mit den Seero­sen und Fröschen für stille Detailaufnahmen.

Im Garten gibt es viele Wasser­be­cken, die schöne Motive bieten. Wer genau hinschaut, entdeckt sogar Wasserschildkröten!

jardin majorelle seerosen frosch

Der Eingangs­be­reich des moder­nen tempo­rä­ren Pavil­lons mit seinem Spiel aus Licht, Schat­ten und rohem Mate­rial ist foto­gra­fisch einer der inter­es­san­tes­ten Spots im Oasisgarten.

Der Blick über den Teich auf den Pavil­lon des ameri­ka­ni­schen Innen­ar­chi­tek­ten Bill Willis ist eine der schöns­ten Perspek­ti­ven des gesam­ten Gelän­des — und meist deut­lich ruhi­ger als die Spots rund um die blaue Villa.

Die Villa Oasis selbst lässt sich hinge­gen schwer foto­gra­fie­ren: Man kommt ihr nicht nahe genug, und die Bepflan­zung vor der Fassade nimmt dem Motiv die Wirkung.

villa oasis yves saint laurent
Villa Oasis
jardin majorelle blick ausguck pergola
Wasser­be­cken neben der Pergola

Dafür ist die Palmen­al­lee vor der Villa ein schö­nes und unge­wöhn­li­ches Fotomotiv.

Die Pergola vor der blauen Villa hat einen klei­nen Ausguck über ein Wasser­be­cken, das die meis­ten Besu­cher verpas­sen, weil die Pergola so dicht einge­wach­sen ist. 

Der beste Blick auf die blaue Villa liegt nicht auf dem direk­ten Weg, den die Besu­cher­füh­rung vorgibt. 

Ein schrä­ger Quer­weg kurz vor der Villa führt zu einem klei­nen Platz, von dem aus man die Villa in ihrer ganzen Wirkung sieht — Kakteen im Vorder­grund, das Blau frontal. 

Wer diesen Abzweig verpasst, sucht hinter­her nach dem Motiv, das er von über­all kennt.

jardin majorelle atelier paul sinoir

Für Kakteen-Detail­auf­nah­men lohnt beson­ders ein bedeck­ter Himmel. Das diffuse Licht model­liert die Stacheln und Ober­flä­chen weich, ohne die harten Kontraste, die im direk­ten Sonnen­licht entste­hen. Wenn das Sonnen­licht für harte Kontraste sorgt, kann man trotz­dem im Schat­ten schöne Detail­fo­tos der Kakteen machen.

jardin majorelle agave
Agave parryi
jardin majorelle kaktus
Euphor­bia canariensis

Die Villa selbst hinge­gen braucht den blauen Himmel — bei Bewöl­kung verliert das Majo­relle-Blau seine Strahl­kraft und wirkt flach.

Die Wege aus rotem Tadel­akt sind eben­falls ein belieb­tes Foto­mo­tiv und der unge­wöhn­li­che Drei­klang aus rotem Weg, grüner Vege­ta­tion und blauem Himmel eignet sich gut für Erinnerungsfotos.

Die beste Tages­zeit, um schöne Fotos zu machen, ist der Morgen: das Morgen­licht ist weich und ange­nehm. Aller­dings kann es gerade im Winter vorkom­men, dass man zu früh für schöne Fotos vor Ort ist – Schauen Sie unbe­dingt, wann der Sonnen­auf­gang ist und kaufen Sie Ihre Tickets entspre­chend. Durch die hohe Vege­ta­tion – der Garten ist von hohen Bäumen umge­ben, braucht die Sonne eine Weile, um den Garten zu errei­chen. Das Abend­licht ist ähnlich weich wie das Morgen­licht, hat aber einen Nach­teil: Die langen Schat­ten, die im Winter ab dem späten Nach­mit­tag durch den Garten fallen, machen die Bild­kom­po­si­tion aufwen­di­ger. Im Sommer schließt der Garten hinge­gen, bevor das Licht rich­tig schön wird.

Atmosphäre: Was den Jardin Majorelle wirklich ausmacht

Das Blau und das Licht

Heute bestim­men im Jardin Majo­relle hohe Palmen, dich­ter Bambus, große Kakteen und das Element Wasser die ersten Impres­sio­nen der Besu­cher. Anfäng­lich versteckt und spär­lich zu sehen – später domi­nant und immersiv flutet das Majo­relle-Blau die Sinne und Wahr­neh­mung, lässt die verschie­den Grün­töne verklin­gen, über­nimmt die sinn­li­che Domi­nanz des Erleb­nis­ses. Bleibt in Erin­ne­rung. Bestimmt die Fotos.

Kein Wunder also, dass eine Viel­zahl an Besu­chern den Garten suchend durch­läuft. Versorgt mit Schnapp­schüs­sen ande­rer Reisen­der gilt ihre Suche dem perfek­ten Spot für das Selfie oder dem Post auf Insta­gram. Even­tu­ell reicht die Zeit noch für eine Erfri­schung in der Café­te­ria des Gartens und schon ist der Besuch beendet.

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Riad Selouane Marrakesch: der Pool im Innenhof

Ein Ort zum Verweilen

Doch da gibt es auch die Besu­cher mit Ruhe und der Suche nach Ruhe. Sie lassen sich auf den Garten ein, nehmen sich Zeit. 

Wer das Expe­ri­ment wagt und auf einer der vielen Bänke Platz nimmt, den Ort auf sich wirken lässt, der erfährt die ganze Magie des Jardin Majorelle! 

Spür­bar sanft streicht ein kühler Luft­hauch über den ruhen­den Betrach­ter, lässt die große Hitze drau­ßen vor den Mauern des Gartens in den Schat­ten der Bäume verge­hen, erfrischt und belebt die Gedanken. 

Jardin Majorelle in Marrakesch - Garten
Kühler Schat­ten und stille Wasser­bas­sins im Palmengarten

Das Gurren von Täub­chen, die ganz oben in den Palmen verliebt nach ihrem Part­ner rufen, ist hin und wieder zu hören. Leise raschelt der Bambus­hain, unter­legt vom fernen Quaken der Frösche im Seero­sen-Bassin. Frech und fordernd träl­lert der Grau­bül­bül in den Ästen der großen Bäume sein domi­nan­tes Lied, im Hinter­grund betont gefühl­voll beglei­tet vom Gesang einer Hausam­mer oder eines Kaktuszaunkönigs.

Wer sich Zeit nimmt für das Schöne im Jardin Majo­relle wird die wahre Kraft des Gartens spüren, die Inspi­ra­tion für neue Ideen, die Verträumt­heit und die Lebens­freude. Der Garten ist ein bestän­di­ges Spiel aus Licht und Schat­ten. Schat­ten, die im Laufe des Tages mit der Sonne und ihrem drama­tur­gi­schen Licht­spiel wandern, so dass kein Ort optisch gleich bleibt. 

Jardin Majorelle in Marrakesch - Palmengarten
Der Palmen­gar­ten

Der Garten ist ein virtuo­ses Spiel aus Propor­tio­nen und Formen, in dem jeder Stamm der Palmen und des Bambus­hains ein eige­nes Raum­ge­fühl vermit­telt. Und es ist ein Spiel mit Ober­flä­chen. Glatte und schil­lernde Flächen vom Bambus wech­seln sich mit den rauen Stäm­men der Bäume ab. Gerif­felt und mit fast symme­tri­schen Ober­flä­chen stre­ben die Palmen­stämme hoch hinauf.

Dazwi­schen bewe­gen sich die verschie­de­nen Blät­ter und Palmen­we­del fast wie verträumte Tänzer im Wech­sel­spiel aus Sonne und Schat­ten, eindrück­lich erkenn­bar im Palmen­gar­ten.  

Bänke gibt es an vielen Stel­len, sie alle laden zu einer Reise in die verbor­gene Schön­heit des Gartens ein.

Der Kakteengarten

Dem Schat­ten der Palmen auf der einen Seite des zentra­len Wasser­lau­fes antwor­ten die hoch­auf­ra­gen­den Kakteen in ihren gehark­ten Beeten mit freiem Blick in den blauen Himmel und blen­den­der Sonne. Am Ende des Wasser­lau­fes ruht ein klei­ner Pavil­lon, perfekt in der langen Blick­achse entlang des Wassers plat­ziert. Das Wasser trennt geschickt, fast unmerk­lich, den Palmen­hain vom Kakteen­gar­ten

Zwischen den Kakteen erwar­tet das Auge des Betrach­ters ein Schat­ten­spiel aus Tausen­den von Stacheln.

Symme­trisch aufge­reiht, dem einzig­ar­ti­gen Bauplan der Natur folgend, schüt­zen sie ihre Träger vor unlieb­sa­men Zugriffen.

Jardin Majorelle in Marrakesch - Detailaufnahme Kaktus
Jardin Majorelle in Marrakesch - Detail Kaktus

Hin und wieder lockt eine Blüte die Insek­ten, verspricht Nektar, und leuch­tet dabei in satten pral­len Farben.

Der Kakteen­gar­ten ist geprägt von Formen und rhyth­mi­schen Wieder­ho­lun­gen, die das Auge über­all neue Muster sehen lassen.

Die wunder­ba­ren Kakteen stam­men übri­gens meist von Cactus Thie­mann. Die größte Kaktus­plan­tage Afri­kas kann besich­tigt werden und ist einer unse­rer Geheim­tipps für Kakteenliebhaber.

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Der Jardin Majorelle von Yves Saint-Laurent in Marrakesch.

Der Garten als Leinwand: Morgen- und Abendlicht

Wenn man ein wenig an diesem Ort verweilt und den Blick schwei­fen lässt, kann man schnell verste­hen, warum er solch eine Inspi­ra­tion für Yves Saint Laurent war.

Über­all Formen, Muster, Struk­tu­ren, Farb­ab­stu­fun­gen. Als Kontrast lugt die pitto­reske Villa von Jacques Majo­relle ganz in Blau zwischen dieser über­bor­den­den tropi­schen Üppig­keit hervor. 

Es scheint, als würde aus dem Majo­relle-Blau das lebens­spen­dende Element Wasser quasi entsprin­gen und so dem Garten das füllige Leben einhau­chen. Im Majo­relle-Blau einge­fasst zieht das von Pflan­zen umwach­sene symme­tri­sche Wasser­bas­sin den Blick der Betrach­ter an.

Jardin Majorelle in Marrakesch - Garten
Ordent­lich geharkte Beete im Palmengarten

Als hätte Majo­relle sie eben erst mit dem Pinsel auf der Lein­wand plat­ziert, so tanzen Seero­sen­blü­ten in zartem Rosé und Gelb als Farb­tup­fer auf dem Wasser, während in der Spie­ge­lung die Blau­töne von Haus und Himmel mitein­an­der verschmel­zen. Über allem wachen die langen Wedel der hohen Palmen, bilden immer wieder ein licht­durch­flu­te­tes Blät­ter­dach, spen­den Schat­ten und rascheln mit silber­nem Klang im Wind.

Mystisch ist der Besuch in der Kühle des Morgens, wenn die ersten Besu­cher einge­las­sen werden und die Natur von der Nacht noch diese frische unver­brauchte Kraft versprüht.

Jardin Majorelle in Marrakesch - Kaktus

Am Abend, so als müsste für die Nacht ein opti­scher Vorrat ange­legt werden,  bezau­bert das weiche Licht der unter­ge­hen­den Sonne das Auge des Betrach­ters. Zu dieser Zeit wirken das Blau und die Farben der Kakteen noch einmal ganz anders, inten­siv, unver­gess­lich. Als einer der letz­ten Gäste den Garten zu verlas­sen, ist ein ganz eige­nes Erlebnis.

Praktische Hinweise für den Besuch

Anreise vom Riad oder Hotel

Aus der Medina ist ein Taxi die einfachste und empfeh­lens­wer­teste Option. Je nach Lage des Riads und Verkehrs­lage kann die Fahrt zwischen fünf und drei­ßig Minu­ten dauern — es lohnt sich, vorab im Hotel nach­zu­fra­gen, wie lange man realis­tisch einpla­nen sollte.

Wer zu Fuß gehen möchte, star­tet am besten am Dar el Bacha. Von dort führt der Weg durch das Vier­tel Bab Doukkala und durch das gleich­na­mige Stadt­tor in die Neustadt, vorbei am Busbahn­hof und durch ein ruhi­ges Wohn­vier­tel in Guéliz direkt zum Garten­ein­gang — etwa drei­ßig Minu­ten. Empfeh­lens­wert ist diese Route eher als Rück­weg nach dem Besuch, ohne Zeitdruck.

Aus Guéliz oder ande­ren Stadt­vier­teln empfiehlt sich je nach Hotel­lage eben­falls ein Taxi — die Entfer­nun­gen und die Wege­füh­rung machen den Fußweg für die meis­ten Gäste wenig attraktiv.

Der Garten ist barrie­re­frei, genauso wie Museum, Boutique und Café.

Dresscode, Fotoregeln und was man wissen sollte

Einen stren­gen Dress­code gibt es nicht — aber wie über­all in Marra­kesch gilt: respekt­volle Klei­dung bedeu­tet nicht zu kurz und nicht zu offen­her­zig. Leichte, bequeme Klei­dung ist im Sommer empfeh­lens­wert, festes Schuh­werk wegen der Kies­wege das ganze Jahr.

Foto­gra­fie­ren ist ausdrück­lich erlaubt und erwünscht, der Garten ist eines der meist­fo­to­gra­fier­ten Motive Marok­kos. Gewerb­li­che Foto- und Video­auf­nah­men sind hinge­gen nicht gestat­tet und müssen vorab mit der Fonda­tion Jardin Majo­relle abge­stimmt werden.

Boutique und Café

Wer sich für Marra­kesch, marok­ka­ni­sches Design oder das Werk von Yves Saint Laurent inter­es­siert, sollte die Boutique des Gartens nicht verpas­sen — sie bietet eine Buch­aus­wahl zu diesen Themen, die in Marra­kesch ihres­glei­chen sucht. Darüber hinaus findet man hoch­wer­ti­gen Schmuck, Leder­wa­ren und Hand­ta­schen sowie Tee von The Moroc­can Bota­nist, der zu den besten der Stadt gehört. Die Boutique akzep­tiert nur Kartenzahlung.

In diesem Bereich befin­den sich auch die Toilet­ten­an­la­gen des Gartens.

Das Café Bousaf­saf des Gartens bietet marok­ka­ni­sche Gerichte, frische Säfte und Minz­tee in einem schat­ti­gen Innen­hof im Majo­rel­le­blau — ein ruhi­ger Ort für eine Pause nach dem Rund­gang, mit Prei­sen, die dem Stand­ort entsprechen.

jardin majorelle ausgang
Der Ausgang des Jardin Majorelle
olive twig light brown

Gönnen Sie sich in diesem wunder­ba­ren Garten genug Zeit, um die Magie auf sich wirken zu lassen!

Sie werden es sicher nicht bereuen!

Jardin Majorelle Info

Rue Yves Saint Laurent
Marrak­ech 40090, Maroc
(+212) 524 29 86 86
Öffnungs­zei­ten Garten 08:00 – 18:30, letz­ter Einlass 18:00
Öffnungs­zei­ten Berber-Museum 08:30 – 18:00, letz­ter Einlass 17:30
Öffnungs­zei­ten Privat­gar­ten Villa Oasis 08:00 – 17:30, letz­ter Einlass 17:00, Mitt­wochs geschlos­sen
www.jardinmajorelle.com

Für den Garten muss man online Tickets mit defi­nier­ter Zutritts­zeit kaufen*. Die Öffnungs­zei­ten vari­ie­ren je nach Saison.

Im Garten gibt es auch eine kleine Boutique und ein Café. 

In der blauen Villa ist ein Museum unter­ge­bracht, das Ausstel­lungs­stü­cke der Berber-Kultur zeigt. Für den Besuch des Muse­ums muss beim Ticket­kauf extra gezahlt werden.

Direkt neben dem Garten ist das sehens­werte Musée Yves Saint Laurent mit einer guten Caféteria.

Häufige Fragen zum Jardin Majorelle Marrakesch

Hier finden Sie Antwor­ten auf die häufigs­ten Fragen unse­rer Gäste.

  1. Kann man Tickets für den Jardin Majorelle vor Ort kaufen?

    Nein. Seit der Corona-Zeit gibt es an der Kasse keine Eintritts­kar­ten mehr. Tickets sind ausschließ­lich online erhält­lich – entwe­der direkt auf  www.jardinmajorelle.com  oder bequem auf Deutsch über  GetYourGuide* . Wer ohne gülti­ges Ticket ankommt, wird abgewiesen.

  2. Was kostet der Eintritt in den Jardin Majorelle?

    Der Eintritt in den Garten kostet 170 MAD. Wer zusätz­lich das Berber-Museum in der blauen Villa besu­chen möchte, zahlt 230 MAD. Kombi-Tickets mit dem Musée Yves Saint Laurent sind ab 330 MAD erhält­lich. Aktu­elle Preise bitte immer vor dem Kauf prüfen, da sie sich ändern können.

  3. Wann hat der Jardin Majorelle geöffnet?

    Der Jardin Majo­relle ist täglich von 08:00 bis 18:30 Uhr geöff­net (letz­ter Einlass 18:00 Uhr). Das Pierre Bergé Berber-Museum in der blauen Villa öffnet um 08:30 Uhr und schließt um 18:00 Uhr (letz­ter Einlass 17:30 Uhr). Der private Garten der Villa Oasis ist täglich außer Mitt­woch von 08:00 bis 17:30 Uhr zugäng­lich. Die Öffnungs­zei­ten können während des Rama­dan und an natio­na­len Feier­ta­gen abwei­chen — die aktu­el­len Zeiten stehen immer auf der offi­zi­el­len Website www.jardinmajorelle.com. Ein früher Besuch direkt nach der Öffnung lohnt sich: weni­ger Besu­cher, weiches Morgen­licht, frische Luft.

  4. Wie lange sollte man für den Besuch einplanen?

    Wer den Garten nur kurz durch­läuft, ist in 30–45 Minu­ten fertig. Wer sich Zeit nimmt, auf einer der vielen Bänke Platz nimmt und die Atmo­sphäre auf sich wirken lässt, kann gut 1,5 bis 2 Stun­den verbrin­gen – beson­ders wenn das Berber-Museum oder das gegen­über­lie­gende Musée Yves Saint Laurent mit einge­schlos­sen ist.

  5. Gibt es ein Kombi-Ticket für Garten und YSL-Museum?

    Ja. Es gibt  Kombi-Tickets*  für den Garten, das Berber-Museum und das Musée Yves Saint Laurent. Das Museum direkt gegen­über zeigt über 50 Klei­der des fran­zö­si­schen Mode­de­si­gners und verfügt über eine gute Café­te­ria. Wich­tig: für den Garten bekommt man eine fest­ge­legte Zugangs­zeit, der Besuch des YSL-Muse­ums ist erst danach möglich.

  6. Darf man im Jardin Majorelle fotografieren?

    Ja, Foto­gra­fie­ren ist erlaubt und ausdrück­lich erwünscht – der Garten ist eines der meist­fo­to­gra­fier­ten Motive Marok­kos. Das leuch­tende Majo­relle-Blau der Villa vor dem satten Grün der Pflan­zen ist ein Magnet für Smart­phone und Kamera. Für die besten Fotos empfiehlt sich der frühe Morgen, wenn das Licht weich ist und weni­ger Besu­cher im Bild stören.

  7. Wie kommt man von der Medina zum Jardin Majorelle?

    Von Dar el Bacha ist man in einer halben Stunde zu Fuß oder in weni­gen Minu­ten mit dem Taxi dort. Entwe­der man läuft zum Bab Doukkala, das aus der Medina in die Neustadt führt, vorbei am Busbahn­hof und kommt nach eini­gen weite­ren Stra­ßen zum Garten. Oder man nimmt am Dar el Bacha ein Taxi zum Garten.

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