Wüstencamp in der Agafay bei Marrakesch im winterlichen Abendlicht: vier cremefarbene Zelte stehen in einer Reihe auf einem Geröllhügel, dahinter staffeln sich die ockerfarbenen Hügelketten der Agafay, am Horizont die schneebedeckten Gipfel des Hohen Atlas unter blauem Himmel

Agafay Wüste: Ausflug, Abendessen & Camps ab Marrakesch

Die Stein­wüste Désert d’Agafay liegt eine knappe Stunde außer­halb von Marra­kesch in südwest­li­cher Rich­tung mit Blick auf den Hohen Atlas. Auch wenn es hier nicht die beein­dru­cken­den Sand­dü­nen der Ergs südlich des Atlas hat, ist die Einöde mit Blick auf die oft verschnei­ten Berge einen Besuch wert.

Ein beson­de­res Erleb­nis ist eine Über­nach­tung in einem der Camps, aber auch ein Abend­essen zum Sonnen­un­ter­gang mit anschlie­ßen­der Rück­kehr nach Marra­kesch ist unbe­dingt zu empfehlen.

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Wer mehr als 3 Tage in Marra­kesch verbringt und keine Rund­reise zu den Sand­wüs­ten im Süden Marok­kos geplant hat, sollte unbe­dingt einen Ausflug hier­her planen. 

Einen guten Über­blick über die Ange­bote erhält man vorab bei GetYourGuide: Zum Sonnen­un­ter­gang in die Agafay-Wüste*.

Wenn Sie auf Ihrer Reise auch die Sand­wüste besu­chen, wäre viel­leicht eher eine Ballon­fahrt eine schöne Ergän­zung zu Ihrem Aufent­halt in Marrakesch.

In unse­rem Blog­ar­ti­kel über die besten Tages­aus­flüge ab Marra­kesch finden Sie noch mehr Infor­ma­tio­nen über Akti­vi­tä­ten in der Umgebung.

Auch Marra­kesch verän­dert sich – und wir halten diesen Beitrag für Sie aktu­ell. Zuletzt über­ar­bei­tet im April 2026.

Profilbild Svenja Keller

Wer hier schreibt:
Svenja Keller ist Archi­tek­tin aus dem Schwarz­wald und betreibt seit 2019 das Riad Selouane in der Medina von Marrakesch.

Wich­tig zu wissen:

Entfer­nung von Marra­kesch ca. 30 km 

45–60 Minu­ten Fahrtzeit

Kosten für einen Ausflug: 20–30€ (einfach), 50€+ (Luxus)

beste Reise­zeit: Frühling/Herbst

Einer der belieb­tes­ten Ausflüge von Marra­kesch aus: Quad-Fahren, Kamel­rei­ten, Dinner unter dem Ster­nen­zelt in der Steinwüste

Steinwüste Agafay Info

Die Agafay ist keine Wüste im klas­si­schen Sinne, sondern geolo­gisch ein soge­nann­tes Reg. Dieser Begriff leitet sich aus dem Arabi­schen ab und bezeich­net eine Geröll­wüste, die weder aus Sand noch aus groben Kieseln besteht, sondern die dann entsteht, wenn der Wind die feinen Sand­par­ti­kel fort­trägt und nur das gröbere Geröll zurück­lässt. Ein bekann­tes Beispiel für ein Reg ist die Wüste Gobi.

Für noma­di­sche Berber­stämme war die Agafay kein leerer Raum, sondern Weide­land: Nach den Winter­re­gen, wenn auf dem kargen Boden für kurze Zeit Gras sprießt, trie­ben sie ihre Ziegen- und Schaf­her­den hierher. 

Die Agafay erstreckt sich über rund 150.000 Hektar auf einer Höhe von 600 bis 700 Meter, hoch genug, dass die Nächte selbst im Sommer ange­nehm kühl werden, und nah genug am Atlas, dass die Gipfel bei klarer Sicht den Hori­zont prägen. Mit durch­schnitt­lich 120 Milli­me­tern Nieder­schlag pro Jahr ist sie eine der trockens­ten Regio­nen in der Umge­bung von Marra­kesch — weni­ger als ein Vier­tel dessen, was die Stadt selbst empfängt.

2003 wurde das erste Camp in der Agafay eröff­net, seit 2010 hat der Touris­mus rich­tig Fahrt aufge­nom­men und das eins­tige Ödland erlebt seit­her ein unge­bro­che­nes Inter­esse bei den Besuchern.

Ab Marra­kesch bieten sich viele Möglich­kei­ten, die Wüste am Fuße des Atlas­ge­bir­ges zu erkun­den: Tages­aus­flüge, Dinner-Spek­ta­kel oder Über­nach­tung in einem der Wüstencamps.

Agafay Wüste: Abendessen bei Sonnenuntergang

Wer die Wahl hat, hat die Qual, lautet ein altes Sprich­wort. So ist es auch mit der Auswahl der Möglich­kei­ten für das Abend­essen in Marra­kesch. Neben histo­ri­schen Restau­rants in bezau­bernd anmu­ten­den altehr­wür­di­gen Innen­hö­fen mit Oran­gen­bäu­men und Palmen gibt es die verträum­ten Restau­rants auf den Dach­ter­ras­sen hoch über der Medina. Mit ihnen konkur­rie­ren die Küchen der Riads, in denen hervor­ra­gende Menüs in tradi­tio­nel­ler Art und Weise zube­rei­tet werden. Die Neustadt hinge­gen präsen­tiert sich mit einer Viel­zahl an styli­schen Restau­rants der Küchen der Welt und in allen Preisklassen.

Und doch lohnt sich der Blick über Marra­kesch hinaus.

Denn nur wenige Kilo­me­ter hinter den Gren­zen der Stadt, dort wo die Menschen dem felsi­gen Boden keine Oliven- und Oran­gen­haine mehr abtrot­zen können, beginnt die Stein­wüste Agafay.

Als sanfte Hügel­kuppe erhebt sich die Agafay aus der Ebene, domi­niert von rötlich­gel­bem Gestein und Sand. 

Tags­über flim­mert die Hitze über den Stei­nen und lässt den Hori­zont verschwimmen.

Camp in der Wüste Agafay bei Marrakesch.
In den Wüsten­camps kann man auch übernachten

Der Sonnen­un­ter­gang ist hier ein ganz eige­nes und beson­de­res Spek­ta­kel. Ich liebe die sanft orange-und lila Farb­töne, die sich über den endlo­sen Himmel ziehen, bis zu dem Moment, an dem der erste Stern aufblinkt und das Lager­feuer ange­zün­det wird. Jedes Mal ein tolles Erleb­nis, jedes Mal anders, denn der Himmel bestimmt das Drehbuch.

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Tagesausflüge

Ein Arran­ge­ment für einen Besuch der Agafay ist sehr einfach zu orga­ni­sie­ren. Wie in den meis­ten Riads und Unter­künf­ten arran­giert bei uns im Riad Selouane unser Mana­ger gerne eine Buchung im gewünsch­ten Camp. Für ein Abend­essen mit Akti­vi­tä­ten wie Kamel­rei­ten reicht es meist aus, sich ein oder zwei Tage im Voraus darum zu kümmern.

In der Stadt selbst gibt es in fast jeder Gasse eine Agen­tur für Ausflüge aller Art. Sie sind in der Regel durch farben­präch­tige Bilder von Gelän­de­wa­gen, Kamel­aus­rit­ten, Quads oder Wüsten­sze­nen zu erken­nen. Die Ausflüge sind immer inklu­sive der An-und Abfahrt buchbar.

Einige Camps holen die Gäste in Marra­kesch mit Bussen ab und brin­gen sie auch wieder zurück. Hier sollte man auf den Ort der Abho­lung und die Uhrzeit achten.

Die Bezah­lung erfolgt in der Regel sofort, Getränke werden im Camp am Ende berech­net und sind vor Abfahrt zu zahlen.

Ein priva­ter Trans­fer über Ihr Riad hat den Vorteil, dass sich die Fahrer mit dem Riad in Verbin­dung setzen, verbun­den mit dem Service, zum Abhol­ort beglei­tet zu werden. 

Kamele in der Wüste bei Marrakesch, Marokko.

Die Camps akzep­tie­ren neben Bargeld auch die gängi­gen Kredit­kar­ten – Bezah­lun­gen per App sind noch nicht flächen­de­ckend verfügbar.

Die Agen­tu­ren in der Stadt bieten oft preis­werte Packa­ges zu den einfa­chen 2‑Sterne Camps an, aller­dings kann die Quali­tät der Camps und des Essens nicht mit den Luxus-Camps mithal­ten. Dafür ist in diesen Prei­sen alles außer Getränke inklu­sive, je nach Ange­bot sogar der Kamel­ritt oder das Quadfahren.

Ein Package für 20 – 30€ pro Person inklu­sive Essen, Trans­fer und Pool muss nicht schlecht sein, aller­dings sollte man sich vorher die Bewer­tun­gen des ange­bo­te­nen Camps auf einer Bewer­tungs­seite wie z. B. bei Trip­ad­vi­sor genau anschauen. Leider ändern sich die Zustände recht schnell, so dass man sich immer aktu­elle Infor­ma­tio­nen beschaf­fen sollte.

In den luxu­riö­sen 4‑Sterne Camps ist der Stan­dard viel geho­be­ner, die Quali­tät des Essens besser und die Ausstat­tung styli­scher. Diese Camps sind selten als Package zu buchen. Man bucht direkt beim Camp, dazu kommt ein priva­ter Trans­fer sowie even­tu­elle Aktivitäten.

Fotospot im Inara Camp bei Marrakesch
Foto­spot im Inara Camp

Beson­ders gut gefällt uns das Abend­essen im Inara-Camp* und die Camps La Pause und White Camel Lodge.

Die Preise sind geho­ben, für ein Abend­essen muss man ohne Getränke über 50€ rech­nen, aber die Atmo­sphäre in diesen Camps ist etwas ganz Besonderes.

Es gibt sogar private Zelte für ein roman­ti­sches Dinner* zu zweit zu mieten.

Alle Camps kann man auch tags­über besu­chen und dort zu Mittag essen. Nach einem Kamel­ritt oder einer Quad­fahrt noch am Pool abhän­gen, bevor es abends wieder in die Stadt geht, ist eben­falls ein tolles Erlebnis. 

Es gibt viele Ange­bote für einen Day-Pass mit Pool und Mittag­essen*. Auch das styli­sche Inara-Camp bietet einen Tages­pass mit Mittag­essen* an.

Für einen Nach­mit­tag in der Agafay sollte unbe­dingt an Sonnen­creme, Sonnen­brille und eine Kopf­be­de­ckung gedacht werden.

Noch ein Hinweis: Viele Ausflüge verbin­den die Agafay mit einem Besuch in einer Arganöl-Koope­ra­tive. Argan-Bäume wach­sen jedoch nicht in der Region um Marra­kesch — sie sind im Südwes­ten Marok­kos heimisch, zwischen Essaouira und dem Anti-Atlas. Die Nüsse, die in diesen Koope­ra­ti­ven verar­bei­tet werden, stam­men von dort. Wer also die tradi­tio­nelle Heimat des Argan­baums sehen möchte, ist auf dem Weg nach Essaouira besser aufge­ho­ben als in der Agafay.

Die Agafay Wüste auf eigene Faust erkunden

Die Agafay Wüste lässt sich auch ohne gebuchte Tour errei­chen – wer unab­hän­gig reisen möchte, findet hier alles, was er für einen gelun­ge­nen Ausflug auf eigene Faust braucht.

Die einfachste Möglich­keit, in die Agafay zu kommen, ist die Anreise mit einem Miet­wa­gen oder einem priva­ten Fahrer. Die Agafay liegt etwa 30 Kilo­me­ter südwest­lich von Marra­kesch, die Fahrt dauert je nach Verkehr rund 40 Minu­ten. Die Route führt Rich­tung Agafay (R212) und biegt kurz vor dem gleich­na­mi­gen Ort auf eine unbe­nannte Straße nach Süden ab – gut ausge­schil­dert und auch für Unge­übte problem­los zu fahren.

Ein Taxi empfeh­len wir nicht, da es vor Ort keine Rück­fahr­mög­lich­kei­ten gibt.

Ohne gebuch­tes Camp oder Programm ist die Agafay zunächst eine offene Stein­wüste – beein­dru­ckend, aber wenig erschlos­sen. Die meis­ten Camps sind privat und nur für Gäste zugäng­lich. Wer auf eigene Faust unter­wegs ist, sollte sich darüber im Klaren sein, dass es kaum möglich ist, ohne Voranmel­dung eines der Camps zu besuchen.

Einige Camps bieten Tages­ti­ckets oder die Möglich­keit, gegen einen Mindest­ver­zehr die Anlage zu nutzen – ein guter Kompro­miss zwischen Unab­hän­gig­keit und Komfort. Wir würden trotz­dem dazu raten, dies vorher tele­fo­nisch abzuklären.

Gerade für Foto­gra­fen kann die Erkun­dung der Agafay auf eigene Faust inter­es­sant sein. Die Wüste hat keine beson­de­ren Aussichts­punkte oder Ecken, die man unbe­dingt gese­hen haben muss, sie ist ziem­lich gleich­för­mig und es kommt vor allem auf das Wolken­spiel an, ob die Einöde foto­gra­fisch inter­es­sant ist oder nicht.

An der Haupt­straße entlang gibt es mehrere Möglich­kei­ten, Quads zu mieten oder auf einem Kamel zu reiten. Es gibt weder ausge­schil­derte Wander­wege noch sons­tige Infra­struk­tur, die nicht mit einem Camp in Verbin­dung steht.

Wich­tig zu wissen ist, dass es außer­halb der Camps keine Versor­gungs­mög­lich­kei­ten gibt. Sonnen­schutz, ausrei­chend Wasser und festes Schuh­werk sind auf jeden Fall sinn­voll. Offline-Karten sind eben­falls empfehlenswert.

Für Reisende, die Frei­heit und Spon­ta­nei­tät schät­zen, ist die Agafay auf eigene Faust durch­aus reiz­voll – beson­ders für einen ruhi­gen Morgen oder einen Sonnen­un­ter­gang abseits orga­ni­sier­ter Grup­pen. Wer jedoch das Beste aus der Agafay heraus­ho­len möchte – Lager­feuer, Abend­essen, Bedui­nen­zelt-Atmo­sphäre – ist mit einer orga­ni­sier­ten Tour oder einem Abend­aus­flug oft besser bedient und stress­freier unterwegs.

Übernachtung unter dem Sternenhimmel der Agafay

Neben den Restau­rant-Camps haben sich in den letz­ten Jahren zahl­rei­che Wüsten­camps etabliert, die auch Über­nach­tungs­mög­lich­kei­ten anbie­ten – von einfa­chen Berber­zelt-Unter­künf­ten bis hin zu komfor­ta­blen Glam­ping-Lodges mit eige­nem Pool.

Die Band­breite ist groß: Manche Camps setzen auf Authen­ti­zi­tät und Schlicht­heit, andere auf Luxus mit Himmel­bett, Terrasse und Cand­le­light-Dinner. Einige Über­nach­tungs­mög­lich­kei­ten sind den Tages­camps ange­schlos­sen, während die luxu­riö­ses­ten Lodges exklu­siv für Über­nach­tungs­gäste geöff­net sind.

Gemein­sam haben sie alle die Abge­schie­den­heit, den weiten Blick über die Stein­wüste und – bei klarem Himmel – einen Ster­nen­him­mel, der in der Stadt undenk­bar wäre.

Das Programm ist annä­hernd gleich wie bei den Dinner-Camps: Kamel­rei­ten, Quad­fah­ren, Sonnen­un­ter­gang, ein tradi­tio­nel­les marok­ka­ni­sches Dinner und Lager­feuer mit oder ohne Show.

Der Morgen aber gehört der Stille: Früh­stück bei Sonnen­auf­gang, bevor die ersten Tages­aus­flüg­ler eintref­fen, mit Blick auf die kargen Hügel und den Hohen Atlas. Wer früh genug aufsteht, hat die Wüste fast für sich allein.

Wer über eine Über­nach­tung in der Agafay Wüste nach­denkt, kann direkt bei den Camps oder über Reise­ver­an­stal­ter in Marra­kesch buchen, z. B. im fantas­ti­schen Camp Terras­ses d’Aga­fay*.

Eine früh­zei­tige Buchung wird empfoh­len, beson­ders in der Hoch­sai­son im Okto­ber und im März/April.

Unse­rer Meinung nach lohnt sich eine Über­nach­tung in der Agafay Wüste nur, wenn man keine Rund­reise durch das Land plant. Wenn Sie bereits einmal in einer Sand­wüste waren oder die Sahara-Dünen auf dem Reis­plan stehen, reicht ein Abend­aus­flug in die Agafay voll­kom­men aus.

Auch wenn man nur Marra­kesch auf dem Programm hat und sich einen Hotel­wech­sel sparen will, ist eine Über­nach­tung in der Agafay Wüste nicht notwen­dig, da der schönste Teil der abend­li­che Sonnen­un­ter­gang ist – und den kann man ja auch auf dem Halb­ta­ges­aus­flug erleben.

Anfahrt zum Camp

Bei Abho­lung durch den Veran­stal­ter werden eine genaue Uhrzeit sowie ein Ort vorge­ge­ben. Es ist jedoch ratsam auf eine Abhol­zeit spätes­tens drei Stun­den vor Sonnen­un­ter­gang in Marra­kesch zu achten. Damit bleibt im Camp genü­gend Zeit, sich alles anzu­se­hen, bevor das Licht der Sonne beginnt, die Land­schaft zu verzaubern. 

Die Tour­ver­an­stal­ter haben meist Treff­punkte in der Gegend um den Jemaa el Fna. Die Anfahrt erfolgt in komfor­ta­blen und gut gepfleg­ten Gelän­de­wa­gen oder Klein­bus­sen. Die Fahr­zeit beträgt je nach Verkehr etwa 40 Minu­ten bis eine Stunde. 

Einen priva­ten Fahrer können Sie bequem über ihr Hotel buchen.

Wenn sich die Gesprä­che mit dem Fahrer tatsäch­lich einmal erschöp­fen soll­ten, was ange­sichts der schier endlo­sen Basis von Geschich­ten und Mythen über Marra­kesch eigent­lich ausge­schlos­sen ist, dann bestim­men Klänge aus dem Radio den Rhyth­mus der Fahrt. Wer Berber-Musik nicht mag, dem ist die marok­ka­ni­sche Hitpa­rade von Hit-Radio Marrak­ech zu empfeh­len. Oft ein Abbild der aus der Heimat bekann­ten Hits – eben nur in arabi­scher Sprache. 

Lagerfeuer im Luxus-Camp in der Steinwüste Agafay bei Marrakesch.
Lager­feuer im Luxus-Camp

Mit Musik aus dem Radio flie­gen links und rechts der Straße die vielen Baustel­len der unglaub­lich schnell wach­sen­den Stadt vorbei. So trost­los die Baustel­len auch ausse­hen, mittels großer Werbe­schil­der wird ange­kün­digt, was hier bald als neuer Lebens­stan­dard verwirk­licht wird. Und trotz all dem Fort­schritt gehö­ren Esels­kar­ren, klapp­rige Fahr­rä­der und qual­mende Mopeds mit bis zu vier Perso­nen darauf zum alltäg­li­chen Stra­ßen­bild. Wie auch weiter drau­ßen, außer­halb der neuen Bauge­biete, die Oliven- und Oran­gen­haine sowie die Eukalyptus-Bäume. 

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Agafay Wüstencamps: Was Sie im Camp erwartet

Sche­ren­schnitt­ar­tig ange­ord­net, schweift der Blick zu den sich immer höher ziehen­den Berg­ket­ten der Vorge­birge, welche von den über 4.000 Meter aufra­gen­den Gipfeln des Hohen Atlas begrenzt werden. Bis weit in den Früh­som­mer reflek­tie­ren diese Gipfel mit den schnee­be­deck­ten Hängen auf beson­dere Weise das Licht der am west­li­chen Hori­zont verglü­hen­den Sonne. 

Im Norden sind die weichen kahlen Berg­kup­pen weite­rer Hügel zu sehen, während im Westen die Sonne schein­bar in den Ausläu­fern der Felsen der Agafay versinkt.

White Camel Lodge in der Agafay Desert bei Marrakesch.
Die White Camel Lodge in der Stein­wüste Agafay

Die Stein­wüste selbst wirkt tags­über auf den ersten Blick leer und öde.

Die schlanke Asphalt-Straße windet sich schlan­gen­ar­tig zwischen den felsi­gen Berg­kup­pen hindurch und führt schein­bar ins Nichts. Aus diesem Nichts tauchen hin und wieder einsame Wegwei­ser mit verwe­ge­nen Namen wie Scara­beo Camp, Canyon Lodge oder Oxygen Camp Lodge auf. Folgt das Auge der ange­ge­be­nen Rich­tung und der stau­bi­gen Piste, so verläuft sich der Blick erneut im Nichts. Ab und zu zeugen Staub­fah­nen am Hori­zont davon, dass diese Piste tatsäch­lich auch befah­ren wird.

Der Schein der Einöde trügt, denn am Ende der stau­bi­gen und schein­bar endlo­sen Pisten warten Camps mit über­ra­schend luxu­riö­sen Ange­bot auf die Besucher. 

Sonnenuntergang an der White Camel Lodge in der Wüste Agafay bei Marrakesch.
Infi­nity-Pool mit Blick in den Sonnenuntergang

Entlang der Berg­kuppe reihen sich mit bester Sicht auf das Umland Zelte, die vom einfa­chen Zimmer bis hin zum Luxus­zim­mer alles beinhalten. 

Hinter den Zelten funkelt auf einem Plateau das klare Wasser eines Pools im Sonnen­licht, dane­ben eine Panorama-Bar. Etwas abge­rückt und mit dem Gespür für den schö­nen Ausblick steht ein sehr schön einge­rich­te­tes Zelt für das Abend-Dinner.

White Camel Lodge in der Wüste Agafay bei Marrakesch.
Zum Sundow­ner in die Wüste

Ich finde es jedes Mal eine spek­ta­ku­läre Erfah­rung, am Pool zu sitzen und bei einem Glas Wein das Licht, den Wind sowie die gran­diose Kulisse in mich aufzunehmen.

Die Sonne verän­dert im Sekun­den­takt die Farben am Himmel und den umlie­gen­den Bergen von sonnen­hell über purpur­rot bis hin zum blass­blau der ersten Ausläu­fer der Nacht.

Dabei weicht die Hitze des Tages der ange­neh­men Kühle der Nacht.

An das gewal­tige Farben­spek­ta­kel schließt sich ein Dinner in mehre­ren Gängen mit origi­nal marok­ka­ni­schen Spei­sen an. 

Mit Einset­zen der Dunkel­heit werden Fackeln und Feuer entzün­det. Je dunk­ler es wird, um so mehr wandelt sich das Camp zu einem magisch-afri­ka­ni­schen Ort, in dem die Schat­ten über die Zelt­wände tanzen und in der Luft fremde Klänge schwir­ren. Als dunkle Beglei­ter wachen die Berge bestän­dig am Hori­zont, während sich über unse­ren Köpfen ein atem­be­rau­ben­der Ster­nen­him­mel von links nach rechts spannt.

Im Dunkeln verschwin­den die Silhou­et­ten der Berge, dafür tauchen die Lich­ter der Berber­dör­fer an den Berg­flan­ken auf.

Der Abend klingt an einem der Feuer sitzend aus, die Luft trägt dabei von etwas weiter weg die Klänge der Trom­meln und Schel­len herüber. Mit einem Drink in der Hand, Freun­den und guter Gesell­schaft ins Gespräch vertieft, über­spannt von einem Meer aus tausend funkeln­den Ster­nen – das ist der finale Zauber der Agafay, eine Kombi­na­tion aus Erleb­nis und marok­ka­ni­scher Magie.

Eine unver­gess­li­che Erinnerung. 

Aktivitäten in den Wüstencamps

Viele Camps bieten über das Abend­essen hinaus noch weitere Akti­vi­tä­ten an. 

Neben dem priva­ten Dinner für zwei Perso­nen im eige­nen Zelt können größere Zelte für Grup­pen bis hin zu Veran­stal­tungs­zel­ten für ganze Gesell­schaf­ten und alle Anlässe gebucht werden.

Den Pool in den Camps dürfen in der Regel auch die Tages­gäste mitbe­nut­zen. Daher empfiehlt es sich, ein Hand­tuch und Bade­sa­chen einzu­pa­cken. Hand­tü­cher werden nur in weni­gen Camps als Service bereit­ge­hal­ten. Even­tu­ell fallen für die Pool­be­nut­zung zusätz­li­che Gebüh­ren an.

quad agafay marokko

Als Tages­ak­ti­vi­tä­ten stehen Quad-Fahr­ten* durch die Agafay mit Blick auf die in der Ebene ruhende Stadt Marra­kesch ganz oben auf der Liste, gerne in Kombi­na­tion mit einem Lunch am Pool* oder einer Dinner-Show*. Ebenso werden Buggy-Fahr­ten angeboten.

In jedem Camp gibt es auch die Möglich­keit von kurzen oder ausge­dehn­ten Kamel-Ausrit­ten*. Die Kamele selbst sind für den unge­üb­ten Reiter extrem gedul­dige und sanfte Tiere.

Kamelreiten zum Sonnenuntergang in der Desert d'Agafay bei Marrakech.
Kamel­rei­ten zum Sonnenuntergang

Von einem Guide geführt, laufen sie mit ihren weichen großen Hufen und hoher Tritt­si­cher­heit über Sand und stei­ni­gen Grund. 

Aus dem leicht schwan­ken­den Sattel heraus ergibt sich noch einmal ein ande­rer Blick­win­kel auf die Landschaft.

Man stelle sich vor, auf diese Art 56 Tage nach Timbuktu unter­wegs zu sein…

Neben den typischen Aktivitäten gibt es auch weitaus ausgefallenere Angebote:

Wie wäre es denn, Paint­ball in der Wüste zu spie­len? Oder mit dem Gleit­schirm über die Wüste* zu schweben?

Unver­gess­li­che Bilder entste­hen beim Photo­shoo­ting mit einem Flying Dress in der Agafay*.

Für die Roman­ti­ker gibt es sogar die Möglich­keit einer marok­ka­ni­schen Hoch­zeits­ze­re­mo­nie* mit Henna-Verzie­run­gen und tradi­tio­nel­ler Klei­dung. Nicht amtlich gültig natür­lich, aber trotz­dem eine schöne Idee, um die Liebe zu feiern.

Für Reisende, die die Agafay tags­über auf eigene Faust erkun­den möch­ten, gibt es auch geführte Quad-Touren, die am Lalla-Takerk­oust-See star­ten und durch die Wüste bis in die Camp-Zone führen — ein ande­rer Blick­win­kel auf die Land­schaft, der die Route von Norden nach Süden erschließt.

Für den Abend bieten die Camps von Musik über Shows mit Reitern und Pfer­den bis hin zu einem Feuer­werk eine Viel­zahl von Spek­ta­keln an.

Da aber bei jedem Abend­essen ein Musi­ker mit Rasseln und Trom­meln zumin­dest eine Einlage gibt und der Abend an sich so viele Eindrü­cke vermit­telt, kommt man in fast jedem Camp in den Genuss marok­ka­ni­scher Kultur.

Die Agafay hat ein ausge­präg­tes Wüsten­klima: so warm es tags­über auch sein mag – es kann abends empfind­lich kalt werden, beson­ders in den Winter­mo­na­ten. Zu oft schon saß ich bibbernd am Lager­feuer: eine warme Jacke gegen die nächt­li­che Kühle sorgt nach dem Essen für mehr Wohl­ge­fühl beim Blick in das schier endlose Sternenmeer.

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Riad Selouane Marrakesch: Blick in den Innenhof und über die Dächer zur Ben-Youssef-Moschee

Fotografieren in der Agafay Wüste: Licht, Motive und die beste Tageszeit

Ocker und Grau domi­nie­ren die Farb­pa­lette, die Land­schaft ist karg und weit. Die Agafay besticht durch Reduk­tion, das Licht model­liert die sanf­ten Hügel­kup­pen und zeich­net lange Schatten. 

Abends sind hier tolle, grafisch anmu­tende Aufnah­men möglich. Der Hohe Atlas wird von der unter­ge­hen­den Sonne ange­strahlt und erlaubt tolle Land­schafts­fo­tos. Das warme Licht eignet sich auch hervor­ra­gend für stim­mungs­volle Porträts.

agafay huegelketten

Bei flachem Mittags­licht hinge­gen wirkt die Land­schaft kontrast­los — der beste Grund für Foto­gra­fen, den Abend­aus­flug dem Tages­aus­flug vorzuziehen.

Beson­ders schön ist die Agafay im Winter und frühen Früh­ling. Ab Novem­ber kann im Hohen Atlas der erste Schnee fallen, und der Kontrast der ocker­far­be­nen Stein­wüste im Vorder­grund und den leuch­tend weißen Gipfel dahin­ter sucht seinesgleichen. 

Nicht alle Camps bieten übri­gens densel­ben Blick. Die White Camel Lodge etwa hat einen schö­nen Sonnen­un­ter­gang, da sie einen weiten Blick gen Westen bietet, hat aber keinen freien Blick auf den Hohen Atlas, da dessen Gipfel sich hinter den Hügeln verste­cken. Das Inara Camp hinge­gen hat einen super Blick auf die Berge, da es recht weit hinten in der Agafay liegt. Es lohnt sich also, vorab zu recher­chie­ren, welches Camp man besu­chen möchte.

Der Himmel ist ein entschei­den­der Faktor für gute Bilder. Ein wolken­lo­ser Himmel garan­tiert nicht unbe­dingt einen schö­nen Sonnenuntergang! 

Im Januar und Februar sind die Sonnen­un­ter­gänge oft glut­rot und die Luft klar, die verschnei­ten Berge schwe­ben unwirk­lich über der Wüste. Leider ist zu dieser Jahres­zeit auch die Gefahr am größ­ten, einen der weni­gen schlech­ten Tage zu erwischen.

Zu ande­ren Jahres­zei­ten kann ein tags­über strah­lend blauer Himmel abends lang­wei­lig verblas­sen oder aufzie­hende Bewöl­kung am Abend die Berge verhüllen.

Eine aufge­lo­ckerte Bewöl­kung hinge­gen kann eine drama­ti­sche Stim­mung erzeu­gen: Wenn einzelne Wolken das Licht brechen, wird die Wüste in Minu­ten mehr­fach anders beleuch­tet und farben­frohe Sonnen­un­ter­gänge sind die Folge.

agafay wueste feuershow

Nach Einbruch der Dunkel­heit wartet ein unglaub­li­cher Ster­nen­him­mel auf die Besu­cher. Die Licht­ver­schmut­zung in der Agafay ist recht gering, daher bieten sich gute Möglich­kei­ten für die Astrofotografie.

Die Feuer­show im Camp bietet eben­falls tolle Fotomotive.

Wer gezielt zum Foto­gra­fie­ren in die Agafay fährt, sollte vor der Buchung einen Blick auf den Wetter­be­richt werfen. In Marra­kesch gibt es öfters Tage, die sehr diesig sind – die Sahara schickt ab und zu Sand über die Berge – und damit sind alle Foto­träume in der Agafay hinfällig. 

Essen, Trinken und Abendunterhaltung

Zur Begrü­ßung wird in der Regel ein Pfef­fer­minz­tee gereicht – als herz­li­ches Will­kom­men im Camp. 

Viele Camps bieten neben den loka­len Geträn­ken und frischen Säften auch marok­ka­ni­sche Weine sowie eine Auswahl an Spiri­tuo­sen an. Bei den Soft­ge­trän­ken sind bekannte Marken vertre­ten bis hin zum Tonic-Water. Bier kommt meist aus der Dose.

Gestar­tet wird meist mit einer Suppe, oft einer köst­li­chen Harira.

Danach gibt es eine Auswahl an Tagine, mit Lamm oder Huhn, verfei­nert mit Früch­ten wie Datteln und Pflau­men. Dazu wird Cous­cous gereicht.

Camp und Veranstaltungsort in der Wüste Agafay bei Marrakesch.

Das Essen in den Camps ist in drei oder vier Gänge unter­teilt, tradi­tio­nell marok­ka­nisch, und wird je nach Wunsch und Jahres­zeit in Zelten oder auf bestuhl­ten Terras­sen vor den Zelten serviert. 

Zum Schluss gibt es natür­lich noch ein Dessert, hier sind die Optio­nen sehr viel­fäl­tig und hängen von den Koch­küns­ten der jewei­li­gen Küche ab. 

Beglei­tet wird das Essen meist von ange­neh­mer Hinter­grund­mu­sik aus einer oft sehr rusti­ka­len Musik­an­lage. Die Musik wird zwischen den Gängen mit einer Live-Perfor­mance unter­bro­chen. Dabei kommen drei oder mehr Musi­ker mit Trom­meln und Schel­len von Tisch zu Tisch und lassen neben dem Rhyth­mus und Gesang die Bommel an ihren Mützen krei­sen. Es sieht einfa­cher aus als es ist, ich schei­tere jedes Mal – aber das dürfen Sie gerne auch selbst ausprobieren. 

Als typi­scher Abschluss wird am Ende des Essens wieder ein Minz-Tee mit etwas landes­üb­li­chem trocke­nem Gebäck angeboten.

Sowohl dem Service im Camp wie auch dem Fahrer sollte man ein klei­nes Trink­geld geben, falls sie freund­lich und aufmerk­sam waren. 

Rückfahrt in die Stadt

Die Fahrer warten gedul­dig am Eingang des Camps in ihren Gelän­de­wa­gen oder Bussen und sind von euro­päi­scher Pünkt­lich­keit oft über­for­dert. Das Motto lautet: Immer schön Zeit lassen und den Abend genießen.

Die Rück­fahrt durch die Dunkel­heit lässt den Weg ganz anders erschei­nen. Lich­ter in der Wüste zeigen an, wo noch mehr Camps sind oder sich andere Gelän­de­wa­gen gerade auf dem Rück­weg nach Marra­kesch befinden. 

Ab und zu laufen entlang der Straße Perso­nen im Dunkeln – ihr Ziel scheint dem Betrach­ter völlig unbe­kannt – hier ist doch nur Einöde!  Mit dem Errei­chen der R212 säumen wieder Euka­lyp­tus-Bäume die Straße und schlag­ar­tig ist selbst zu später Stunde noch Leben auf der Straße. Im Licht von Neon­lam­pen sausen Grill­stände am Fens­ter vorbei. Dichte Rauch­schwa­den stei­gen von den heißen Grill­feu­ern in die Dunkel­heit. Kinder turnen durch die Nacht, Hunde schauen den Autos nach und Fahr­rad­fah­rer setzen zu teils toll­küh­nen Manö­vern an. 

Für die Fahrer der Camps ist das alltäg­lich, sie kennen das Spiel sowie die meis­ten der Passan­ten. Hin und wieder wird gegrüßt oder auch mal die Hupe betätigt. 

Viele Riads in der Stadt liegen so wie das Riad Selouane direkt in der Medina. Da die meis­ten Gassen zu schmal für Autos sind, fahren die Gelän­de­wa­gen oder Klein­busse nicht bis direkt vor das Riad. Es heißt also immer noch ein wenig laufen, um ins Hotel zu kommen. 

Die Stra­ßen und Gassen der Medina sind gefahr­los in der Nacht, verein­zelt spre­chen vor allem junge Männer die Touris­ten an. Hier gilt es höflich, aber bestimmt abzulehnen. 

Mehr Vorsicht bedarf die Orien­tie­rung! Da die Händ­ler alle Stände abge­baut und die üppi­gen Waren­prä­sen­ta­tio­nen wegge­räumt haben, sieht nachts jede Gasse komplett anders aus als tagsüber.

Daher sehen es viele Riads als Teil des Service an, ihre Gäste nach einem Abend­aus­flug persön­lich abzu­ho­len und ohne Umwege ins Riad zu begleiten. 

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Ein Abend in der Agafay-Wüste ist ein ganz beson­de­res Erlebnis!

Häufige Fragen zur Agafay-Wüste

Hier finden Sie Antwor­ten auf die häufigs­ten Fragen unse­rer Gäste.

  1. Wie weit ist die Agafay Wüste von Marrakesch entfernt?

    Die Agafay Wüste liegt etwa 30 Kilo­me­ter südwest­lich von Marra­kesch. Die Fahrt dauert je nach Verkehr rund 40 bis 60 Minu­ten. Die Straße ist in gutem Zustand, zu den Camps selbst gibt es oft Schotterpisten.

  2. Kann man in der Agafay Wüste übernachten?

    Ja, mehrere Camps bieten Zelte und Lodges zur Über­nach­tung an. Wer jedoch von Marra­kesch aus einen Abend in der Wüste erle­ben möchte, ohne die Nacht zu verbrin­gen, ist mit einem Halb­tags­aus­flug mit Abend­essen gut beraten.

  3. Wann ist die beste Reisezeit für einen Ausflug in die Agafay Wüste?

    Die ange­nehms­ten Monate sind Früh­ling (März bis Mai) und Herbst (Septem­ber bis Novem­ber). Die Tempe­ra­tu­ren sind dann tags­über mild und die Nächte ange­nehm kühl. Im Sommer kann es tags­über über 40°C heiß werden; im Winter können die Nächte empfind­lich kalt sein – eine warme Jacke ist dann Pflicht.

  4. Was kostet ein Ausflug in die Agafay Wüste?

    Die Preise vari­ie­ren je nach Ange­bot und Camp. Einfa­che Packa­ges mit Trans­fer, Abend­essen und Akti­vi­tä­ten begin­nen ab etwa 20–30 € pro Person. In den geho­be­nen 4‑Sterne-Camps ist mit über 50 € pro Person für das Abend­essen allein zu rech­nen – dafür ist die Atmo­sphäre und Quali­tät deut­lich höher.

  5. Welche Aktivitäten gibt es in der Agafay Wüste?

    Die meis­ten Camps bieten Kamel­rei­ten, Quad-Fahr­ten, Pool-Nutzung sowie ein tradi­tio­nel­les marok­ka­ni­sches Abend­essen mit Live-Musik an. Darüber hinaus gibt es ausge­fal­le­nere Ange­bote wie Para­gli­ding über die Wüste, Paint­ball oder ein roman­ti­sches Dinner im priva­ten Zelt.

  6. Wie organisiere ich einen Ausflug in die Agafay Wüste?

    Die einfachste Möglich­keit ist die Buchung über das eigene Hotel oder Riad – der Mana­ger orga­ni­siert die Reser­vie­rung im gewünsch­ten Camp sowie den Trans­fer. Alter­na­tiv bieten Reise­agen­tu­ren in der Stadt Packa­ges an, die Trans­fer, Abend­essen und Akti­vi­tä­ten bündeln. Eine Buchung ein bis zwei Tage im Voraus ist in der Regel ausreichend.

  7. Kann man die Agafay Wüste auf eigene Faust erkunden?

    Ja, mit einem Miet­wa­gen oder priva­tem Fahrer ist die Anreise problem­los möglich. Außer­halb der Camps gibt es jedoch kaum Infra­struk­tur oder Versor­gungs­mög­lich­kei­ten. Die meis­ten Camps sind nur für ange­mel­dete Gäste zugäng­lich – eine vorhe­rige Kontakt­auf­nahme ist daher empfeh­lens­wert. Ausrei­chend Wasser, Sonnen­schutz und festes Schuh­werk sind auf jeden Fall mitzunehmen.

  8. Was sollte man für den Abend in der Agafay einpacken?

    Auch wenn der Tag warm war: Die Agafay Wüste kühlt abends deut­lich ab, beson­ders in den Winter­mo­na­ten. Eine warme Jacke ist empfeh­lens­wert. Außer­dem: Sonnen­creme und Sonnen­brille für den Tag, ein Hand­tuch und Bade­sa­chen für die Pool-Nutzung sowie Bargeld oder Kredit­karte für Getränke und Trinkgeld.

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Koutoubia Moschee in Marrakesch
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